Mt. McKinley 2010
Gipfelerfolg am Mt. McKinley
Mai/Juni 2010
Expedition in Zusammenarbeit mit Kobler & Partner, Schweiz
Kurzbericht: Rita Klasen / Paul Koller
Erfolgreiche Besteigung des Mt. McKinley
Am 12. Mai 2010 um 17:45 Uhr erreichte Paul mit zwei seiner drei Teilnehmern - den Schweizern Brigitte Kröni und Bernhard Gehring - den Gipfel des 6194 m hohen Mt.McKinley. Nach 2002 stand Paul damit zum 2. Mal auf dem Gipfel des höchsten Berges von Nordamerika.
Paul:
„In den Morgenstunden des 11. Mai fegte einen eisiger Orkan mit über 150 Stundenkilometern über das High Camp auf 5200 Metern Höhe. Die Schneemauern wurden während des Sturmes zum Teil weggeblasen und ein Zelt zerfetzt. Einem amerikanischen Guide und mir gelang es, den weiteren Schaden des Sturmes zu begrenzen, indem wir unsere vier Zelte zusätzlich mit Kletterseilen und einer Art Paketverschnürung an die Firnankern im Boden fixierten. Wir konnten uns im Sturm kaum auf den Beinen halten und die eisige Kälte von unter -30°C kroch unter die Kleidung. Im Zeltinneren setzten wir uns dann an die Windseite des Zeltes, um das Brechen der Zeltstangen zu verhindern. Es war heftig und ich hatte so einen Sturm im Zelt noch nicht erlebt. 16 Stunden lang dauerte dieses Martyrium, erst dann lies der Sturm nach.
Am Vormittag des 12. Mai war dann halbwegs ein Wetter, das uns den Gipfelgang versuchen ließ. Alle Bergsteiger starteten in Richtung Denalipass. Doch die Witterungsbedingungen waren nicht perfekt und es war noch immer recht windig. Auch hatte der starke Sturm der über uns hinweg fegte, seine Spuren in der Psyche der Leute hinterlassen. Die Seilschaften kehrten alle noch vor dem Pass um. Ich versuchte es mit meinen zwei Gästen, wollte zumindest hinter die Zebrafelsen kommen, da ich hoffte, dort etwas in den Windschatten zu gelangen. Diese Rechnung ging auf und wir konnten hinter den Felsen aufsteigen.
Nachmittags ließ der Wind weiter nach. Dafür bildeten sich Wolken und es wurde mit der Orientierung schwieriger. Schließlich gelangten wir zum Archdeacons Tower. Wir waren am Beginn des Footballfield, das tief verschneit war und wo der Schnee alle Fähnchen verschluckt hatte. Dahinter der Peg Hill, der "Schweinehügel", der hinauf führt zum Grat und der dann nach links (Norden) weiter zum Gipfel zieht.
Der weitere Weg war extrem anstrengend und wir mobilisierten einmal mehr unseren "eisernen Willen". So erreichten wir den Grat. Er war mit Anraum überzogen und es war irgendwie interessant, dort zu steigen. Über eine riesige Wechte mussten wir noch drüber, dann war es geschafft: Der höchste Punkt Nordamerikas! Mit dem Einsatz all unserer mentalen Kräfte gelang es uns, den höchsten und kältesten Berg Nordamerikas zu erreichen.“
Paul stand damit 12 mal auf einem Gipfel der berühmten „Seven Summits“. Im Dezember 2010 möchte Paul die Serie vervollständigen und die Antarktis reisen, um den knapp 5000 m hohen Mt.Vinson zu besteigen.
Interessierte können ihre Anfragen gerne an paul.koller@abenteuerberg.at richten.








